FAQs

Kompetenz-Team Bildung (36)

Regelschulen von der 5.- bis zur 13. Klasse in Schleswig-Holstein


Alle schulpflichtigen Kinder aus Elmenhorst und Bargfeld  müssen zuerst in der Johannes-Gutenberg-Schule angemeldet werden. Die Bargteheider Kinder sind in Schuleinzugsbereiche eingeteilt. Die Bereiche richten sich nach der Adresse des Kindes. Dort bekommen sie eine Bescheinigung vom Schulamt, mit der die Kinder in die Stadtschule oder in  der Theodor-Storm-Schule in Bad Oldesloe oder Ahrensburg angemeldet werden können, um am DaZ-Unterricht teilzunehmen. Die Schulbereichsdatei  für Bargteheide findet man auf  www.bargteheide.de


DaZ bedeutet: Deutsch als Zweitsprache. www.schleswig-holstein.de wird das Konzept:
„Durchgängige Sprachbildung in Kitas und Schulen“ vorgestellt.
DaZ-Zentren sind Schulen an denen Kinder mit geringen oder keinen Deutschkenntnissen eine fundierte Sprachbildung erhalten.
DaZ-Lehrer sind Deutschlehrer mit zusätzlicher Ausbildung für diese Kinder.
DaZ-Zentren  in Bad Oldesloe und Ahrensburg sind für Kinder in Bargteheide und Bargteheide Land zur Zeit  zuständig. Das Schulprofil und die Adresse findet man im Internet .
DaZ-Unterricht ist an Bargteheider Schulen ausgebaut und dem Bedarf angepasst worden. In den Schulprofilen im Internet findet man weitere Infos.

Unterrichtet wird nach dem „Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen.“ Dieser beschreibt die Sprachniveaus, die Eltern und Kinder ohne Deutschkenntnisse  erreichen können. Schüler legen, wie die Erwachsenen, ihre Sprachprüfungen ab und erhalten  ein Sprachzeugnis.


Alle Flüchtlingskinder sind schulpflichtig unabhängig davon, ob der Asylantrag ihrer Eltern bereits genehmigt worden ist oder nicht und alle Kinder die geringe oder keine  Deutschkenntnisse haben.
www.lernbiene.de  bietet ein umfangreiches Sortiment an Büchern, Arbeitsblätter u.s.w. für DaZ Kinder an. (Wird auch an Schulen verwendet).


Flüchtlinge müssen sich darauf verlassen können, dass das Gesagte auch bei dem Begleiter bleibt. Nach Absprache mit dem Flüchtling können Infos an andere Ehrenamtliche gegeben werden, Schweigepflicht gilt besonders auch gegenüber Behörden, nur mit eingeholter Erlaubnis des Betroffenen können Behörden eingeschaltet oder informiert werden, auch Infos der Ehrenamtler untereinander sind nur zulässig, soweit dies erforderlich ist und den konkreten Einsatz, aber nicht persönliche Dinge aus dem Leben des Asylbewerbers betrifft.

Keine Orginalpapiere von Flüchtlingen an sich nehmen bzw. nur kurz zum Kopieren abholen und umgehend zurückgeben.   (Sozial-Forum e.V. Hilfreiche Regeln)  www.staedteverband-sh.de/de/fluechtlinge.

 


Die Eltern je nach Familienstand: alleiniges Sorgerecht, gemeinsames Sorgerecht, Pflegeeltern oder der Vormund. Der Ansprechpartner ist grundsätzlich der Sorgeberechtigte. Der Pate nur mit ausdrücklicher Zustimmung.


Das regelt jede Schule selbst und ist für alle Schüler gleich. Wer ein Gymnasium besuchen möchte, kann die Muttersprache als 2. Fremdsprache anerkennen lassen. Gymnasien bieten individuellen Förderunterricht und Hospitanz an. Diese Förderung ist im Interesse der Landesregierung und wird durch die Schulen umgesetzt. Man kann die Kinder das ganze Jahr über an die weiterführenden  Schule anmelden, man muß nur den letzten, von den Schulen vorgegebenen Termin einhalten. Die Fristen und den Anmeldeschein findet man unter www.schleswig-holstein.de Im Moment werden DaZ-Schüler lt. Gutachen des DaZ-Zentrums  auf die Schulen und  in deren Klassen zugeteilt.


Grundsätzlich gilt die Lehrmittelfreiheit in SH für alle Schüler. Die Schule stellt die Bücher zur Verfügung, Hefte und Stifte bezahlt jede Familie selbst. Die Schulvereine der jeweiligen Schulen übernehmen u. U.  Zuschüsse für außergewöhnliche Ausgaben. Man muß sich an die jeweilige Schule wenden. Die Übernahme der Schülerbeförderungskosten ist für alle Schüler gleich. Bargteheide hat ein Merkblatt ausgegeben. Der Antrag wird im Sekretariat der entsprechenden Schule (mit Passbild) gestellt. Die Stadt Bargteheide prüft den Antrag und schickt den Bescheid an die Eltern. Die Fahrkarte wird gleichzeitig beim Busunternehmer bestellt und kann in der Schule abgeholt werden. Die Kostenübernahme wird bis zum Abschluss der 9. Klasse Förderzentrum, bei den übrigen Schularten bis einschließlich 10. Klassenstufe erteilt. Auskünfte erteilt: Stadt Bargteheide Hauptabteilung, Frau Scheib Rufnummer 04532/4047-104 oder im Internet unter www.bargteheide.de.


In  SH gilt grundsätzlich die Wahlfreiheit  für Schulen. Wenn man sich für eine Regelschule die sich nicht im zuständigen Schulbezirk befindet, entscheidet, müssen die Eltern für die Beförderungskosten (Busfahrkarte) anteilig bezahlen.

Folgendes Fallbeispiel: Ein Schüler hat keinen Anspruch mehr auf DaZ-Förderung. Die Eltern entscheiden sich für eine Schule in Bad Oldesloe und nicht für die zuständige Regelschule in Bargteheide. Das Kind bekommt eine Fahrkarte von: Bad Oldesloe bis Neritz Zone 705., das  entspricht den Fahrkosten, die  Bargteheide für die Busfahrkarte lt. Schulgesetzt §114 übernehmen würde. Die Eltern stellen einen Antrag (Passbild nicht vergessen.) Der Antrag wird im Sekretariat der Schule abgegeben. Von dort zur Prüfung an die Stadt Bad Oldesloe weitergeleitet. Nach Prüfung und Genehmigung wird die Karte vom Busunternehmer Autokraft an die Schule des Kindes geschickt, dort holt sich das Kind die Karte im Sekretariat ab. Für die Fahrt von Neritz bis nach Hause braucht das Kind eine Schüleranschlußkarte, die von den Eltern bezahlt werden muß. Mit der Schülerkarte Zone 705 muß sich das Kind jeden Monat eine Schüleranschlußkarte beim Zob in Bad Oldesloe oder beim Zob in Ahrensburg kaufen. Die Karte gibt es auch im Abo. und kostet pro Kind und Monat ab 11 Euro. Wenn das Kind keinen Anspruch auf eine Fahrkarte hat, muß die gesamte Fahrkarte von den  Eltern bezahlt werden.


Für alle Schüler gilt: Das Gutachten ist eine Empfehlung. Die Eltern entscheiden, welche Schule das Kind besuchen soll. Im Moment werden die DaZ-Schüler lt. Gutachten auf die Schulen und in deren Klassen zugeteilt.


Die Bedingungen sind für alle Kinder, Jugendliche und SchülerInnen gleich. Man zahlt nur eine Aufnahmegebühr, von 5 Euro (keine Jahresgebühr) Die Stadtbibliothek Bargteheide bietet  auch Veranstaltungen für Kinder an. In der Regel sind die kostenfrei. Informationen findet man auf der Internetseite. Alle Kinder sollten spätestens ab der 3. Klasse  Mitglied werden. Durch das Lesen von Büchern, Zeitschriften, Comics u.s.w. verbessern die Kinder ihre  Kompetenzen im schriftsprachlichen Bereich. Alle Kinder profitieren davon im Schulunterricht.


Die Bedingungen sind für alle Schüler gleich. Die Albert-Schweitzer-Schule besuchen nur Kinder mit einem festgestellten Förderbedarf, Schwerpunkt lernen. Es wird ein umfassendes Sonderpädagogisches Gutachten erstellt. Auf den Sonderschulkonferenzen geht man davon aus, das auch hier ein Bedarf für Flüchtlingskinder besteht. Bisher gibt es DaZ-Förderung nur an den DaZ-Zentren. Ob DaZ Förderung angeboten wird, muß in der jeweiligen Schule nachgefragt werden.


In diesen Fällen ist das Landesamt für soziale Dienste der Ansprechpartner. Für den Kreis Stormarn: Landesamt für soziale Dienste Schleswig –Holstein, Dienstsitz Lübeck, Große Burgstraße 4, 23552 Lübeck Tel.:0451/1406-0 und www.landesregierung.de


Flüchtlinge die 16 Jahre alt sind, werden nicht mehr an allgemeinbildende Schulen angenommen, sondern an Berufliche Schulen verwiesen. Für Jugendliche ab 18 ist darum die Bundesanstalt für Arbeit zuständig, der auch die entsprechende Mittel bereitstehen


Was uns sorgen macht, sind Angebote für Jugendliche ohne Bleibepersektive, denn für die fühlt sich die BA nicht zuständig.

Aufgrund der vielen Jugendlichen geben die Beruflichen Schulen nun aber den schulpflichtigen Jugendlichen der Vortritt. Bis Ende des letzten Schuljahres waren rund 50 Prozent der Jugendlichen mit Bedarf an DaZ-Unterricht an den Beruflichen Schulen über 18 Jahre alt.


Eine erfolgversprechende Sprachbildung der Schüler setzt auch eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern voraus. Die Eltern müssen über das Schulsystem in SH informiert sein, um die mögliche Schullaufbahn ihrer Kinder einschätzen zu können. Ebenso müssen sie wissen, was die deutsche Schule und insbesondere die Lehrkräfte von ihnen und ihren Kindern erwarten und welche Rechte sie als Eltern haben. Daher gehören zur Elternarbeit regelmäßig Gespräche in der Schule sowie Hausbesuche. Informationsbroschüren in verschiedenen Sprachen sind eine wichtige Hilfe. Von Beginn an unterstützen die Lehrkräfte nach Rücksprache mit den Eltern die Freizeitaktivitäten der Schüler. Das beinhaltet z.B. das knüpfen von Kontakten zu Sportvereinen, zur öffentlichen Bücherei, zur Musikschule oder zu den ehrenamtlich oder im Bereich der Migrantenbetreuung tätigen Institutionen z.B Jugendmigrationsdienste. www.schleswig-holstein.de Deutsch als Zweitsprache Elternarbeit Publikationen: Curriculare Grundlagen  Säule:1 Zusammenarbeit mit den Eltern.

Das ist die Theorie die die meisten Flüchtlingseltern nicht erfüllen können. Außerdem brauchen viele Kinder regelmäßige Unterstützung  bei den Hausaufgaben, (gilt besonders für Schüler von Gymnasien ), die Mitarbeit und Teilnahme der Eltern  an Klassen- und Schulfesten, Teilnahme an Elternabenden u.s.w., wird ohne Hilfe der Paten für viele Flüchtlingseltern (am Anfang) nicht möglich sein. Dies ist nur ein Leitfaden und hat keinen Anspruch auf  Vollständigkeit. Die Schulpolitik in SH  ist ein dynamicher Prozess und auch die Schulen passen  ihre Profile entsprechend an.

Es ist ratsam ab und zu auf die Web-Seite: Landesregierung SH Ministerium für Schule und Berufsbildung Britta Ernst Information zur Flüchtlingssituation Deutsch als Zweitsprache  zu gehen, oder die Schulen direkt anzusprechen. Die Adressen findet man im Internet.

Bei Differenzen auf der rechtlichen Seite sind wir überfordert und es empfiehlt sich einen Rechtsanwalt zu organisieren.


Man schließt ein Ausbildungsvertrag und beginnt eine Ausbildung nach dem Dualen System: Säule 1 und 2 einem praktischem und theoretischem Teil des Betriebes und Säule 3 einem theoretischen Teil durch die Berufsschule.

www.bibb.de
www.bildungsexperten.net


Um ausbilden zu dürfen braucht man eine Zulassung der Industrie- und Handelskammern. Der Betrieb muss u. A. einen Ausbilder zur Verfügung stellen, der regelmäßig an Fortbildungen teilnehmen muss, um den betrieblichen und praktischen Teil der Ausbildung erfüllen zu können.


Eine qualifizierte Ausbildung dauert zwischen 3 und 3,5 Jahren. 2 Prüfungen müssen abgelegt werden, eine Zwischen- und eine Abschlussprüfung. Damit ist  das Ziel einer qualifizierten Berufsausbildung erreicht, die u.U. nötig ist, um in Deutschland eingebürgert zu werden.


Während der Ausbildung wird eine Ausbildungsvergütung bezahlt, die sich im 2. und im 3. Ausbildungsjahr automatisch erhöht.


Bevor eine betriebliche Ausbildung begonnen werden kann, bieten viele Firmen Praktika an, um die Eignung und die Persönlichkeit des Bewerbers zu prüfen. Da ein Praktikum eine Erstorientierung ist, können Praktika in verschiedenen Berufen absolviert werden. Mit einem- oder mehreren Praktik kann man auch Zeit überbrücken, um die Deutsch- oder z.B. EDV-Kenntnisse zu verbessern und damit keine Lücken im Lebenslauf entstehen.


In technischen- kaufm- und sozialen Berufen braucht man einen mittleren Schulabschluss oder das Abitur. Deutschkenntnisse auf dem Niveau GER C1 sind Vorausetzungen, die in einem Sprachzeugnis nachgewiesen werden sollten. Hier sind die Anforderungen sehr hoch. Im Handwerk sind die Anforderungen u.U. etwas niedriger. Allerdings sind die Bedingungen eine Ausbildung im Handwerk erfolgreich abzuschließen, nicht zu unterschätzen. Ein Sprachzeugnis gehört zu den Bewerbungsunterlagen.


Die Ausbildungsbetriebe und die Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, Stiftungen bieten Unterstützung für Flüchtlinge an, z.B. Sprachunterricht, EDV, Hausaufgabenhilfe (Berufsschule) Für Hamburger Ausbildungsbetriebe werden „geschützte Räume“ angeboten, in denen Auszubildende in Ruhe lernen können mit Unterstützung durch Fachpersonal. Kontakt kann ich herstellen. Diese Hilfen sollten Flüchtlinge von Anfang an in Anspruch nehmen.


Alle Auszubildenden in Deutschland können Ausbildungsbeihilfen beantragen. Auskunft erhält man beim Arbeitsamt, Sozialamt und der Kindergeldstelle im Arbeitsamt.


Der Flüchtling kann eine Ermessensduldung (ohne Altersgrenze) erhalten (während der Ausbildung) und eine Anschlussduldung (nach der Ausbildung).


Eine qualifizierte Ausbildung ist der erste Baustein auf den alle weiteren Bausteine folgen, z.B. betriebliche Weiterbildungen, Meisterprüfung, Studium usw. In Deutschland nennen wir das „lebenslanges Lernen.“

Jugendliche die ihre Ausbildung mit besonders guten Leistungen abschließen, können ein „begabten Stipendium“ ca. 600/700 Euro pro Monat erhalten, Abitur und eine Altersgrenze, sind Vorraussetzungen, Einkommen der Eltern werden nicht angerechnet, um studieren zu können.


Die Abschlüsse werden nur anerkannt, wenn sie mit unseren Abschlüssen vergleichbar sind. Die Zeugnisse werden auf Echtheit geprüft und beglaubigt, dann wird der Inhalt des Zeugnisses übersetzt und beglaubigt und mit unseren Abschlüssen verglichen und evt. anerkannt. Weitere Infos findet man im Internet z.B. www.schleswig-holstein.de, www.Bamf.de, www.bafoeg-rechner.de. www.study-in.de, Jugendmigrationsdienste, Sprachschulen usw.
Die beglaubigten Kopien sind Teile der Bewerbungsunterlagen für den Beruf oder das Studium. Das Arbeitsamt akzeptiert auch Zeugnisse, die nicht beglaubigt sind, bitte vorher erkundigen. Die Kosten für die Beglaubigungen müssen in der Regel vom Flüchtling selbst getragen werden, es gibt aber auch Ausnahmen, bitte vorher beim Arbeitsamt- und oder der Sozialbehörde erkundigen. Weitere Infos findet man im Internet.
Neu ab 01.12.2016 bis 30.09.2019 für Geringverdiener. Es können Anträge für einen Kostenzuschuss für das Anerkennungsverfahren für ausländische Berufsqualifikationen gestellt werden. Förderfähig sind Kosten die im Rahmen der Antragstellung entstehen, vor allem Gebühren und Übersetzungskosten bis 600 Euro. www.bmfb.de/de/berufsanerkennung-wird-finanziel-unterstüzt


www.schleswig-holstein.de Bildungschancen für Flüchtlinge. Wer keine Unterlagen besitzt kann sich von der Universität prüfen lassen, die dann eine Einstufung vornimmt, um z.B ein im Herkunftsland angefangenes Studium zu beenden. Über das Duale Studium, ein ausbildungsintegriertes Studium = Ausbildung + Studium = mit einem Ausbildungsvertrag. www.duales-studium.de / www.studium.net. / Bildungsberatung-gfh.de
Auch ist es möglich zu studieren, wenn man eine qualifizierte Berufsausbildung abgeschlossen und Berufserfahrung gesammelt hat. Wer 60 Monate sozialversicherungspflichtig  gearbeitet hat, hat u.U. Anspruch auf eine Förderung. Weitere Infos im Internet.
Die mit dem Aufenthaltsstatus verbundenen Rechtsfolgen hinsichtlich der Aufnahme eine Studiums müssen geprüft werden und die hochschulrechtlichen Voraussetzungen müssen erfüllt sein.

Berufsfeldbezogen Deutschkurse/Studienvorbereitung
IHK Wirtschaftsakademie Schleswig Holstein
Das Programm für 2017 ist da! 350 Bildungsangebote auf 260 Seiten. Jetzt kostenfrei anfordern in Ahrensburg, Glinde, Norderstedt und online zum Download auf:
www.wak-sh.de


Bafög ist ein Darlehen, das „Einkommensabhängig“ gewährt und zurückgezahlt werden muß. Die Altersgrenze ist 30 Jahre in Ausnahmen 35 Jahre. www.bafög-rechner.de

Das Prinzip §8BAFÖG ist:

Bis auf vereinzelte Ausnahmen sollen nur AusländerInnen Bafög erhalten können, die sich langfristig in Deutschland aufhalten dürfen oder die schon lange in Deutschland leben und eine dauerhafte Bleibeperspektive haben. Dabei ist es für EU-BürgerInnen grundsätzlich leichter, als für andere AusländerInnen. Da die gesetzlichen Regelungen, insbesondere im AufenhaltsG kompliziert sind, muss genau auf die Paragrafenbennung geachtet werden. Am Besten ist es, wenn man die Aufenthaltserlaubnis zur Hand nimmt, und genau guckt, ob man die Paragrafen wiederfindet. www.bafoeg-rechner.de und www.bafög.de/591/phd

Im Übergang vom Prozess für Minderjährige hin zu den Fördermitteln der Erwachsenen spielt die Herkunft und die Bleibeperspektive bezüglich der konkrete Aufenthaltstitel wieder eine Rolle.

Wer im Besitz einer gesicherten Bleibeperspektive zwischen §§22,2 bis 25,bAufenthaltG,

einen Aufenthaltstitel zum Zwecke des Familiennachzugs, oder eine Aufenthaltserlaubnis nach 25,5 AufenthG besitzt,

außer vorübergehende Aufenthalte §25,4,4b AufenthaltsG, und 29a AsylVfG sichere Herkunftsstaaten (und deren erwerbsfähigen Angehörigen) und Flüchtlinge die im DublinIII Verfahren sind (und deren erwerbsfähigen Angehörige) (Cluster B,D)

kann in Deutschland studieren oder eine qualifizierte Ausbildung beginnen.

Wer eine Duldung §60a AufenthaltG (ohne Ausschlussgründe) besitzt oder eine Aufenthaltsgestattung mit guter Bleibeperspektive (ohne Ausschlussgründe) besitzt,

benötigt eine Beschäftigungserlaubnis der Ausländerbehörde die auch für eine qualifizierte Ausbildung/Studium vorliegen muss. (Persönliches Erscheinen ist vorgeschrieben)

Achtung: Wer eine Duldung §60a /Aufenthaltsgestattung besitzt hat keinen Anspruch auf eine Ermessensduldung für die gesamte Laufzeit des Studiums.

Die nach 45a AufenthaltsG Berufsbezogene Deutschsprachförderung haben nur Flüchtlinge

Anspruch, bei denen ein dauerhafter und rechtmäßiger Aufenthalt zu erwarten ist. Infos über die Bedingungen (Kostenübernahme) erhält man beim Bamf, dem Sozialamt oder der Arbeitsagentur/Jobcenter www.bundesanzeiger.de BAnzAT04.05.2016V1

§ 19a AufenthG Blue Karte EU, §18a AufenthG Aufentserlaubenis für qualifizierte geduldete zum Zwecke der Beschäftigung und §20 AufenthG Forschung

Wer einen ausländischen oder deutschen anerkannten Hochschulabschluss besitzt und alle anderen Voraussetzungen erfüllt kann in diese Aufenthaltstitel jederzeit wechseln. Probleme könnten auftauchen wenn die Schutzbedürftigkeit nicht anerkannt wird.


Ab 01.08.2016 ist die Ausbildungsvorbereitung  AV-SH gestartet. Die Berufseingangsklassen BEK und das Ausbildungsvorbereitendes Jahr AVJ wurden in AV-SH umgewandelt. Vorrangiges Ziel ist es, Jugendliche möglichst schnell in Ausbildung zu bringen. AV-SH muß nicht vollständig durchlaufen werden, wie andere Bildungsgänge an der Berufsschule, sondern kann zu Gunsten eines Ausbildungsbeginns beendet werden. Es wurden auch Integrationsklassen Deutsch als Zweitsprache BIK- DaZ eingerichtet. Außerdem haben die neugegründeten Jugendberufsagenturen (JBA) ihre Arbeit aufgenommen. Sie betreuen Jugendlich und junge Erwachsene bis 25 Jahre. Infos erhält man bei der Arbeitsagentur und dem Jobcenter, Kommunen und Jugendhilfe.


Was ändert sich ab dem Schuljahr 2017/18  ( Neu)
Es gibt ein neues Gastschulabkommen zwischen Schleswig-Holstein und Hamburg.
Ab dem Schuljahr 2017/18 können SchülerInnen erstmals ohne Einschränkungen alle weiterführenden Schulen des jeweils anderen Bundeslandes besuchen. Allerdings können Fahrtkosten anfallen, bitte erkundigen sie sich. In Bezug auf den Schulbesuch von Grundschulen und Berufsschulen bleiben die alten Regelungen bestehen.


Das Bamf bietet auf seiner Seite eine Suche nach Anbieter für Deutschkurse nach PLZ an.

Hier der Link zur Seite: Integrationskursorte


Das Prüfungsverfahren richtet sich an jugendliche Flüchtlinge und Erwachsene, die in SH in Schule/Beruf starten wollen und durch die Flucht ohne eigenes Verschulden keine Originalzeugnisse aus ihrem Herkunftsland vorweisen können Ab Juni 2017 können Flüchtlinge eine „ Plausibilitätsprüfung“ ablegen, um eine Zugangsberechtigung für einzelne Schularten/qualifizierte Ausbildung zu erhalten. Anträge können ab sofort beim Bildungsministerium in SH gestellt werden.


Frau und Beruf ist ein landesweites kostenloses Beratungsangebot für Frauen. Im Fokus steht die Rückkehr und der Einstieg in die Erwerbstätigkeit, selbstverständlich auch für Frauen mit Migrationshintergrund. Die Flyer sind mehrsprachig. Die Beratungsorte im Kreis Stormarn sind: Bad Oldesloe, Bargteheide(Familienzentrum Blaue Wolke, Lindenstr. 3) Ahrensburg, Trittau, Glinde, Reinbeck und Barsbüttel

www.frau-und-beruf-sh.de


Neues Beratungsangebot für 12-27 jährige zugewanderte Jugendliche und junge Erwachsene die eine Duldung besitzen oder sich im Asylverfahren befinden. Das Projekt stärkt den Zugang junger Flüchtlinge in Schule, Bildung, Ausbildung und gesell. Teilhabe. Bad Oldesloe ist ein Modellstandort für SH

www.jugendmigrationsdienste.de


Neues Förderangebot für volljährige Geflüchtete mit unsicherer Bleibeperspektive des JAW-SH (Jugendaufbauwerk SH)

Schulentlassene junge Menschen können im JAW-SH berufsvorbereitende- und qualifizierende Bildungsmaßnahmen bis zur dualen Ausbildung in Anspruch nehmen und so die Chancen auf den 1. Ausbildungs- und Arbeitsmarkt verbessern. Das JAW bietet außerdem eine Berufswahlberatung, noch vor Beendigung der allgemeinen Schulpflicht an. Zielgruppe dieser Förderung sind Jugendliche und junge Erwachsene mit unsicherer Bleibeperspektive, die sonst viele Jahre von der Förderung ausgeschlossen sind (Flüchtlinge aus Afghanistan) Die Landesregierung schließt so ein Lücke um auch diesen Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine Perspektive in ihre Zukunft zu geben.

www.jaw-badoldesloe.de


Kompetenz-Team Deutsch – Praktika – Ausbildung – Arbeit (5)

Zeugnisse kann man von normalen Übersetzern übersetzen lassen. Wenn sie beglaubigt werden müssen, muss man das erwähnen. Lassen Sie Übersetzungen bitte erst machen, wenn die Arbeitsagentur (AA) oder das Jobcenter dies möchte.


Die Jobcenter erstatten die Kosten nur, wenn sie dies selber wünschen (also die Jobcenter)! Deshalb sollten Sie mit ihrem Schützling erst einmal zur Arbeitsagentur und ihn dort vorsprechen und um Arbeitsbeschaffung bitten. Die Arbeitsagentur vergibt dann eine Kundennummer, damit wird alles etwas einfacher und richtiger!


Unsere Kompetenzgruppe hat bisher nur ‚Praktika‘ und ‚Maßnahmen beim Arbeitgeber‘ (MAG = spezielle Form eines Praktikums) abgeschlossen. Wir bevorzugen die MAG, weil sie ohne Genehmigung durch die Ausländerbehörde auskommt. Sie ist auf sechs Wochen beschränkt, was aber meistens ausreicht. Sie wird von der AA betreut. Der Status des Flüchtlings ist dabei unerheblich.


Nein! Lediglich bei Abschluss eines Lehrvertrages kommt eine Duldung in Betracht, für den Zeitraum der Lehrzeit. Aber sicher werden Sie keinen Lehrherrn finden, der einem Flüchtling, der kein Bleiberecht, hat eine Lehre anbietet.


Wenn es Ihre Zeit erlaubt, könnten Sie am Mittwoch um 17:30h im Martin-Luther-Haus, Bargteheide, Lindenstr. 2 in unserer Teestube vorbei schauen. Dort sind wir/ich fast immer. Und wenn Ihr Flüchtling Zeit hat, kann er gerne mitkommen. Dafür ist die Teestube gedacht. Es gibt auch Getränke und meistens Kuchen!

oder auch unter unserer E-Mail: arbeit@bvbsl.de



Stand: 28.03.2017